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Die optimale Ernährung - Teil 3

Die optimale Ernährung - Teil 3

Vielleicht möchtest du vorab nochmal Teil 1 und Teil 2 lesen.

Nicht zu viel.

Dass viele Menschen heutzutage zu viel essen, spiegelt sich in den steigenden Übergewichts- und Adipositasraten wider.

 

So waren 2017 in Deutschland 62% der Männer und 43% der Frauen übergewichtig (BMI 25). Der Anteil der Adipösen (BMI 30) lag bei den Männern bei 18% und bei den Frauen bei 15% (Statistisches Bundesamt). Selbst bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 - 17 Jahren sind die Raten bereits erschreckend hoch (15% Übergewicht, 6% Adipositas, vgl. KiGGS - Studie des RKI).

 

Ursache für Übergewicht sind fast immer ungünstige Ernährungsmuster in Kombination mit einem Mangel an Bewegung. Es wird nicht nur das Falsche gegessen - stark verarbeitete, kalorienreiche und zugleich nährstoffarme Nahrungsmittel oder nahrungsmittelähnliche Substanzen -, sondern davon auch zu viel.

 

Weniger essen täte also not. Und vor allem das Richtige. Echte Lebensmittel. Hauptsächlich Pflanzen.


Hara Hachi Bu.

Dieser Ausdruck stammt aus der konfuzianischen Lehre und bedeutet wörtlich "acht Teile von zehn voll". Bezogen aufs Essen könnte man sagen "Iss, bis du zu 80% satt bist".

 

Diese Weisheit wird auf Okinawa (Japan) von vielen Menschen befolgt, vor allem in der älteren Generation. Der Lohn dafür ist ein langes Leben in Gesundheit. Okinawa gehört nämlich zu den sogenannten Blue Zones. Dabei handelt es sich um Regionen, in denen nicht nur auffallend viele sehr alte Menschen leben, diese Menschen erfreuen sich auch bis ins hohe Alter bester Gesundheit. Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, krankhaftes Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind sehr selten.

 

Übrigens gibt es die Regel Hara Hachi Bu bei uns auch. Der Volksmund sagt:

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.

In Bezug aufs Essen bedeutet es nichts anderes als dass man aufhören soll, wenn es am besten schmeckt. Ich erinnere noch aus meiner Kindheit, dass meine Eltern und Großeltern dies des öfteren gesagt haben.

 

Hielten wir uns häufiger daran, gäbe es weniger Übergewicht mit all seinen leidvollen Folgen. Heißt das nun, dass wir immer leicht hungrig bleiben sollten? Natürlich nicht. Schließlich lautet die Regel nicht "Zu wenig" sondern "Nicht zu viel". Am leichtesten lässt sich dies umsetzen indem man langsam isst und gut kaut. Das Sättigungsgefühl setzt nämlich erst nach ca. 20 Minuten ein. Innerhalb dieser Zeit ist die Gefahr zu viel zu essen also relativ groß. Wer sich schwer tut mit dem langsamen Essen, wenn er sehr hungrig ist, könnte versuchen, erst einmal Salat, Gemüse oder Suppe zu essen bevor dann gehaltvollere Speisen auf den Teller kommen.

 

Von welchen Lebensmitteln du nahezu unbegrenzt essen kannst, ohne negative - oder müsste man viel eher positive sagen, da ja ein Anstieg gemeint ist? ;-) - Auswirkungen auf dein Gewicht befürchten zu müssen, erfährst du in Teil 4. Ob dies allerdings immer so empfehlenswert ist, ist eine ganz andere Frage ...

 

 


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